Cannabis Q&A

 Bei CultureSativa geht es um Aufklärung. Wir wollen, dass die Pflanze Cannabis Sativa L. wieder in der Gesellschaft ankommt und haben deshalb diese Seite erstellt.

Über die Jahre haben wir festgestellt, dass wir uns sehr oft wiederholen. Wir führen sehr oft teils idente Gespräche mit verschiedenen Leuten und wir sind uns sicher, vielen von euch geht es auch so. Gerade bei Leuten, die gerade erst auf Cannabis gestoßen sind, ist die Wissbegierige oft sehr groß, sodass wir Aktivisten uns den Mund wund reden.
Aus genau diesem Grund haben wir uns hingesetzt und ein umfassendes Q&A zu Cannabis zusammengestellt. Wir haben alle Fragen, die wir gestellt bekommen haben und die uns selbst eingefallen sind, aufgeschrieben und beantwortet.

Falls euch noch etwas einfällt, schreibt uns die Fragen gerne per Nachricht

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Über die Jahre haben wir festgestellt, dass wir uns sehr oft wiederholen. Wir führen sehr oft teils idente Gespräche mit verschiedenen Leuten und wir sind uns sicher, vielen von euch geht es auch so. Gerade bei Leuten, die gerade erst auf Cannabis gestoßen sind, ist die Wissbegierige oft sehr groß, sodass wir Aktivisten uns den Mund wund reden.
Aus genau diesem Grund haben wir uns hingesetzt und ein umfassendes Q&A zu Cannabis zusammengestellt. Wir haben alle Fragen, die wir gestellt bekommen haben und die uns selbst eingefallen sind, aufgeschrieben und beantwortet.

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Basics
Medizin
Konsum
Geschichte & Politik
Anbau
Was ist Cannabis?

Meistens wird mit „Cannabis“ die getrocknete Blüte bezeichnet, die geraucht wird, um „High“ zu werden, doch eigentlich ist Cannabis eine einjährige, zweihäusige Pflanze mit dem botanischen Namen Cannabis Sativa L. Sie wächst in 4 Monaten bis zu 6 Meter hoch und produziert Samen, Fasern, Blätter und Blüten, die zu über 50.000 verschiedenen Produkten verarbeitet werden können. 

Gibt es einen Unterschied zwischen Cannabis Sativa und Cannabis Indica?

Botanisch gesehen gibt es nur Cannabis Sativa L. Und Botaniker streiten bis heute, ob die Cannabis Indica eine eigene Pflanzenart ist. Im Labor konnte kein Unterschied zwischen Sativa und Indica festgestellt werden und es stellte sich heraus, dass es bei der Wirkung viel mehr um das Cannabinoid- und Terpenprofil einer Pflanze geht, als um ihre Abstammung. 

Was ist Cannabis Sativa?

Dabei handelt es sich um eine Art der Cannabispflanze. In Europa ist diese Art zum gemeinen Nutzhanf geworden, in Südamerika oder Afrika jedoch wachsen große Cannabis Sativa Pflanzen, die ebenfalls viel THC enthalten und daher auch zu Rauschzwecken gebraucht werden können. Die Blattfinger dieser Pflanzen sind dünn und lang, und sie wächst generell sehr hoch (bis zu 6 Meter hoch). 

Was ist Cannabis Indica?

Cannabis Indica bezeichnet die Sorte des Indischen Hanfs. Anders als Cannabis Sativa, bei der die Pflanze hoch wächst und die Blattfinder dünn und lang sind, ist hier die Pflanze nur klein und buschig. Cannabis Indica wurde historisch als Medizinalcannabis eingesetzt und Tinkturen und Extrakte aus Cannabis Indica waren in der westlichen Medizin ganz normal. Es ist botanisch nicht sicher, ob Cannabis Indica eine eigene Art von Cannabis ist, oder ob nicht Cannabis Indica nur eine Variation von Cannabis Sativa ist. Fakt ist jedoch, dass Cannabis Indica historisch höhere THC-Werte aufwies und daher besser zu Rauschzwecken genutzt werden konnte. 

Was ist Cannabis Ruderalis?

Cannabis Ruderalis ist eine Unterart der Pflanze Cannabis. Sie wuchs historisch in den kalten Regionen Russlands, wo die Sommer kalt und kurz waren und mussten sich daher genetisch an ihre Umgebung anpassen. Das Ergebnis ist eine Cannabisart, die unabhängig von der Tageslänge zu blühen beginnt und innerhalb von 80-90 Tagen, nach Keimung des Samens, erntereif ist. Sie ist sehr robust und fängt „automatisch“ an zu blühen, daher auch der Name „Automatik“ Pflanze. 

Ist Cannabis eine Droge?

Ja, Cannabis ist eine Droge. Doch auch Alkohol, Tabak und Koffein sind Drogen, auf die die meisten Menschen nicht verzichten wollen. Die WHO definiert den Begriff Droge als „Stoffe, der eine direkte Einwirkung auf das Zentralnervensystem besitz und bei Zuführung einen als mangelhaft empfundenen Zustand mindern oder zum Verschwinden bringen, oder der ein subjektiv als angenehm empfundenen Zustand herbeiführt.“ Das trifft also auf viele Dinge zu, und nicht nur bei Cannabis. Verglichen zu Alkohol und Tabak ist Cannabis jedenfalls wesentlich weniger schädlich und gefährlich! 

Ist Cannabis eine Pflanze?

Ja, Cannabis Sativa L. ist eine einjährige, zweihäusige Pflanze. Sie wächst sehr schnell und produziert die stärksten Naturfasern der Welt. Es gibt männliche und weibliche Pflanzen, wobei die weiblichen Pflanzen den größten Anteil an Cannabinoiden produzieren. Beim Wachstum zieht sie Schwermetalle und sogar Radioaktivität aus dem Boden.

Wer ist Harry Anslinger?

Harry Anslinger war der Chef des „Federal Bureau of Narcotics“, dem Vorgänger der DEA in Amerika. Nach dem katastrophalen Scheitern der Alkoholprohibition drohte seine Abteilung, geschlossen zu werden. Er nahm dies zum Anlass, um eine erbitterte Kampagne gegen „Marihuana“ zu fahren (ein neues Wort, das keiner kannte) und Cannabis dadurch heimlich verbieten zu lassen. Durch ihn wurde 1937 der „Marihuana Tax Act“ unterzeichnet, der den Anfang vom Ende für Cannabis in der Gesellschaft bedeutete.

Was ist THC?

THC steht für Tetrahydrocannabinol und ist ein Cannabinoid. Es ist das bekannteste Cannabinoid in Cannabis und ist psychoaktiv, also rauschauslösend. Es ist in Konzentrationen bis zu 30% in Cannabisblüten zu finden und kann als Reinsubstanz unter dem Namen „Dronabinol“ in der Apotheke gekauft werden.

Was ist CBD?

CBD steht für Cannabidiol und ist ein Cannabinoid wie auch THC. Neben THC ist es das zweitbekannteste Cannabinoid in der Cannabispflanze und es wirkt nicht psychoaktiv und nicht berauschend. CBD hat eine entspannende Wirkung auf den Körper und kann bei Verspannungen, Krämpfen und Schlafstörungen helfen. Es ist in Reinform unter dem Namen „Epidiolex“ medizinisch zugelassen.

Was sind CBD-Öle?

Auf dem Markt für legales Cannabis, macht CBD derzeit weltweit das Rennen. Unter CBD-Ölen versteht man Öle wie bspw. Olivenöl, Kokosöl oder Hanfsamenöl, in denen CBD-Extrakte aus der Pflanze gelöst sind. Cannabinoide sind sehr gut fettlöslich, wodurch eine Verarbeitung zu Öl-Tropfen sehr vorteilhaft ist und gut vom Körper aufgenommen werden kann.

Was ist der Unterschied zwischen Hanf- und CBD-Öl?

Beim Hanföl handelt es sich um Öl aus den gepressten Hanfsamen. Bei CBD-Öl handelt es sich zwar auch oft um Hanfsamenöl, doch dieses ist nur Trägeröl für das CBD. Hanföl ist ein Speiseöl, CBD-Öl ist eher zur Entspannung einzusetzen.

Was sind CBD-Blüten?

Darunter versteht man die Blüten der weiblichen Hanfpflanze, solange sie nicht mehr als <0,3% THC enthalten. CBD-Blüten haben bis zu 7% CBD und wirken nicht rauscherzeugend, sondern nur entspannend.

Was ist Hanf?

Hanf ist das deutsche Wort für Cannabis. Cannabis ist der lateinische Begriff, doch bezeichnet er eigentlich alle Arten der Hanfpflanze. Hanf ist lediglich das Wort, das in Deutschland für die hier weitverbreitete Nutzhanfpflanzen verwendet wird. Cannabis und Hanf sind dasselbe, doch Cannabis wird oft mit dem Drogenbegriff assoziiert.

Was kann Cannabis alles?

Cannabis ist eine Pflanze, die dem Menschen Nahrung, Kleidung und Medizin gibt und sogar für den Häuserbau genutzt werden kann. Es können mehr als 50.000 Produkte aus Cannabis hergestellt werden. Cannabisfelder nehmen pro Hektar 22 Tonnen CO2 aus der Luft auf. Die Pflanze entgiftet den Boden, reichert ihn mit Nährstoffen an und lockert ihn auf. Cannabis kann bis zu 10 Mal am gleichen Feld angebaut werden, ohne dass es zu Ertragseinbußen kommt. Und noch vieles mehr!

Ist Cannabis eine Einstiegsdroge?

Cannabis ist keine Einstiegsdroge. Dieses Argument wurde seit den 1970er Jahren immer wieder entkräftet und wird mittlerweile nur noch von uninformierten Politikern unterstützt. Alkohol und Tabak, beide legal und in unserer Gesellschaft akzeptiert und normalisiert, sind die eigentlichen Einstiegsdrogen. Durch die Prohibition von Alkohol ist ein Schwarzmarkt entstanden, der mehr als nur Cannabis anbietet. Cannabis ist hier jedoch nicht Einstiegsdroge, sondern der Schwarzmarkt öffnet einem unregulierten Drogenkonsum Tür und Tor.

Wird man nach einem Joint schon süchtig?

Nein, niemand wird von einem Joint süchtig. Cannabis macht generell nicht physisch süchtig, es kommt also nicht zu körperlichen Entzugserscheinungen nach einem Absetzen der Droge/Medizin. Lediglich psychisch kann ein Konsument abhängig werden, besonders wenn er/sie den Konsum als Belohnung für etwas sieht und so langsam ein Suchtverhalten ausprägt. Dieses Suchtverhalten ist jedoch eher vergleichbar mit  Computerspiel-, Smartphone- oder Kaffee-Sucht, die in der Gesellschaft meist toleriert werden.

Kann man von Cannabis süchtig werden?

Ja, man kann von Cannabis süchtig werden. Sucht ist jedoch etwas, das die meisten Menschen komplett falsch verstehen. Alles, was im Übermaß konsumiert wird, kann eine Sucht erzeugen. Eine Sucht ist nicht nur die körperliche Sucht nach einer Substanz, sondern auch sehr stark psychisch bedingt. Cannabis macht generell nicht physisch süchtig, es kommt also nicht zu körperlichen Entzugserscheinungen nach einem Absetzen der Droge/Medizin. Doch psychisch kann ein Konsument abhängig werden, besonders wenn er/sie den Konsum als Belohnung für etwas sieht und so langsam ein Suchtverhalten ausprägt.

Gibt es Entzugserscheinungen nach dem Konsum?

Da Cannabis psychisch abhängig machen kann, kann es nach einer längeren Zeit mit intensivem Konsum zu Entzugserscheinungen kommen. Besonders in den ersten Tagen des Absetzens von Cannabis berichten Betroffene von einem Unruhegefühl, leichten Depressionen, Schlafstörungen und emotionalen Träumen. Nachtschweiß gehört ebenfalls zu den häufigsten Entzugserscheinungen, doch diese vergehen meist nach wenigen Tagen und danach ist keine Beeinträchtigung mehr vorhanden.

Verursacht Cannabis einen Kater?

Exzessiver Cannabiskonsum kann zu trockenem Mund (der wie ein Aschenbecher schmeckt), Kopfweh, Dehydrierung und Übelkeit führen. In den allermeisten Fällen braucht es aber einen sehr langen Abend mit sehr vielen Joints, um am nächsten Tag einen tatsächlichen „Kater“ zu spüren. Verglichen zu Alkohol ist dieser Kater jedoch ein Witz und nach einer guten Dusche ist man fast immer wieder fit.

Warum wird man von Cannabis High?

In Cannabis sind mehr als 100 verschiedene Cannabinoide enthalten. Eines davon ist das Cannabinoid Tetrahydrocannabinol, kurz THC, das psychoaktiv wirkt und dadurch den Rausch auslöst. Es wirkt auf CB1 und CB2 Rezeptoren im ganzen Körper und erzeugt ein Gefühl der Euphorie, Entspannung und Gelassenheit. Zusätzlich reguliert es Prozesses im Hirn, wodurch die Wahrnehmung leicht verändert wird.

Was ist der "Global Marihuana March"?

Am ersten Samstag im Mai gehen weltweit Legalisierungsbefürworter auf die Straßen und demonstrieren für einen faktenbasierte Zugang zur Cannabispolitik. Mit Bannern, Demo-Wägen und Megafonen ziehen sie durch ihre Städte und fordern von der Politik und der Gesellschaft ein Umdenken bei Cannabis. Der „Global Marijuana March“ wurde von dem Cannabis-Aktivist Dana Beal 1999 unter dem Namen „Million Marijuana March“ in den USA gestartet. In 20 Jahren haben weltweit Hunderttausende Teilnehmer (in über 829 verschiedenen Städten, in 72 Ländern) daran teilgenommen.

Was sind "Hanfmessen"?

Unter einer „Hanfmesse“ versteht man eine Messeausstellung, bei der Vertreter der Cannabisbranche zusammenkommen, um sich und andere über Neuigkeiten im Cannabismarkt zu informieren. Besuchern wird ein Querschnitt durch die Branche geboten und Produzenten können sich auf den Konferenzen weiterbilden. Kurz: Hanfmessen sind ein Ort, an dem die Cannabis-Community zusammenkommt.

Was bedeutet "Ceterum Censeo Cannabim Esse Licendam"?

Der Spruch ist eine Adaption des Spruchs von Cato dem Älteren. Dieser war ein römischer Senator, der Karthago zerstört sehen wollte. Bei jeder Rede, egal zu welchem Thema, endete er seine Rede mit den Worten „Ceterum Censeo carthaginem esse delendam“, was übersetzt bedeutet: „Im übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss“. Er tat dies einige Jahre, bis Rom schließlich tatsächlich in Karthago einmarschierte und es dem Erdboden gleich machte!
Diese Anekdote hat es uns angetan. Wir wollen dasselbe mit der Legalisierung erreichen. Daher der Satz „Ceterum Censeo Cannabim Esse Licendam“
Im Übrigen sind wir der Meinung, dass Cannabis legalisiert werden muss!

Warum Cannabis Sativa L.?

Es geht bei dem Namen hauptsächlich um die botanische Herkunft, und die stammt nun einmal von Carl von Linné, einem schwedischen Botaniker, der bereits vor Jahrhunderten die Cannabispflanze dokumentierte und botanisch erfasste. Er gab der Pflanze den Namen Cannabis Sativa und zu seinen ehren wurde das L. am Ende ergänzt. Es ist einfach wichtig, zu verstehen, dass Cannabis eine normale Pflanze ist!

Wie viel CO2 nimmt Cannabis pro Hektar auf?

Laut Studien liegt der niedrigste Wert bei knapp 22 Tonnen CO2 pro Hektar, auf dem Cannabis angepflanzt wird.
Zum Vergleich, Baumwolle absorbiert nur 5 Tonnen pro Hektar.

Kann sich THC in Wasser lösen?

Nein, kann es nicht. THC ist hydrophob, also nicht wasserlöslich. Das sagt schon alles, was man wissen muss. Es ist nicht möglich, von Cannabistee High zu werden, weil THC nicht wasserlöslich ist.

Was ist Nutzhanf?

Unter Nutzhanf versteht man eine spezielle Zucht Art der Pflanze Cannabis Sativa L. In Europa wurde, dank Klima und der jahrelangen Selektion durch Bauern, eine Cannabis-Sorte entwickelt, die weniger als 1% THC produziert. Diese Sorte wächst hoch und schnell, produziert viele Samen und Fasern und wirkt nicht berauschend. Diese Sorten wurden über Jahre hinweg immer wieder angebaut und gekreuzt, bis letztendlich Sorten mit <0,3% THC entstanden, die jedoch hoch an Fasern, Samen und CBD waren. Diese Sorten kennt man heute unter dem Namen „Nutzhanf“.

Was ist Industriehanf?

Beim Industriehanf handelt es sich um Nutzhanf, der von der Industrie oder für die Industrie angebaut wird, um als Rohstoff zu dienen. Industriehanf ist nur ein anderer Name für Nutzhanf.

Ist Cannabis Marihuana?

Ja, bei Cannabis und Marihuana handelt es sich um dasselbe. Das Wort „Marihuana“ wurde im 20. Jahrhundert dazu verwendet, um das bekannte Cannabis zu verunglimpfen und die Medizin, die so viele Menschen daheim hatten, zu verbieten. Cannabis war bekannt, Marihuana nicht. Es klang fremd, mexikanisch und gefährlich. Angefeuert durch den Rassismus dieser Zeit führte das Wort bald zu rassistischen Gesetzen, Verhaftungen und Sentiments. Harry Anslinger und die „Reefer Madness“ haben das Wort „Marihuana“ geprägt, doch es handelt sich dabei einzig und allein um Cannabis.

Was ist Faserhanf?

Beim Faserhanf handelt es sich um Nutzhanf, der von der Industrie oder für die Industrie angebaut wird, um als Rohstoff für Fasern zu dienen. Faserhanf ist nur ein anderer Name für Nutzhanf, speziell Sorten, die feine und viel Fasern produzieren. 

Was ist Samenhanf?

Beim Samenhanf handelt es sich um Nutzhanf, der von der Industrie oder für die Industrie angebaut wird, um als Rohstoff für Samen zu dienen. Samenhanf ist nur ein anderer Name für Nutzhanf, speziell Sorten, die robuste und viele Samen produzieren.

Aus welchem Teil der Pflanze wird Hanföl gewonnen?

Hanföl steht kurz für Hanfsamenöl. Wie der Name schon vermuten lässt, wird das Öl durch das Pressen der Hanfsamen gewonnen. Die weibliche Pflanze produziert diese Samen nur, wenn die männliche Pflanze sie mit ihrem Pollen bestäubt. Das Öl wird kalt gepresst und passt perfekt zu Salaten und für Aufstriche. 

Ist Cannabis Medizin?

Ja, Cannabis enthält über 500 verschiedene Inhaltsstoffe, die allesamt über den Entourage-Effekt auf unser Endocannabinoidsystem wirken. Mehr als 100 Stoffe in Cannabis zählen zu den Cannabinoiden, Stoffen, die unserem körpereigenem Endocannabinoiden sehr ähnlich sind und daher eine Wirkung auf unseren Körper entfalten. Diese Cannabinoide in Verbindung mit Terpenen (Geruchsstoffen) macht Cannabis zu einem effizienten natürlichen Heilmittel für eine Vielzahl von Symptomen. 

Was sind Cannabinoide?

Cannabinoide sind Stoffe in Cannabis, die auf das Cannabinoidsystem unseres Körpers Wirken. Die bekanntesten Cannabinoide sind THC, CBD und CBN und alle haben ein Potenzial in der Medizin. 

Was ist ein Endocannabinoidsystem?

Jedes Säugetier besitzt ein Endocannabinoidsystem. Die meisten Tiere bis auf Insekten haben daher, genau wie wir, ein solches System, das uns auf Cannabis reagieren lässt. Das Endocannabinoid-System ist ein Teil des Nervensystems und umfasst die Cannabinoid-Rezeptoren CB₁ und CB₂, die überall auf und in unserem Körper liegen. Beim Konsum von Cannabis wirken die Cannabinoide auf diese Rezeptoren und lösen dadurch eine Kettenreaktion in unserem Körper aus. Es wird vermutet, dass der CB2-Rezeptor eine wichtige Rolle in der Regulation bzw. Modulation des Immunsystems spielt.

Was ist der Entourage-Effekt?

Der Begriff „Entourage-Effekt“ kommt aus der Cannabis–Forschung und beschreibt, dass ein Pflanzenstoffgemisch eine höhere biologische Aktivität besitzt als die isolierte Reinsubstanz selbst. Cannabis enthält eine Vielzahl von Phytocannabinoiden und Terpenen die beim sogenannten Entourage- oder Synergie-Effekt eine entscheidende Rolle spielen. Durch die Kombination dieser Cannabinoide mit Terpenen wird eine optimierte Wirkung erzielt, die im Körper mehr auslöst, als die einzelnen Reinsubstanzen es vermocht hätten. 

Kann Cannabis Krebs heilen?

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Cannabis in der Behandlung und Heilung von Krebs eine große Rolle spielt. Da Cannabis jedoch, auch in den Staaten Amerikas, in denen Cannabis ganz offen von Patienten gegen Krebs angewandt wird, immer noch Federal-staatlich illegal ist, wird jeder wissenschaftliche Fortschritt sabotiert.
Im Labor ist es Wissenschaftlern bereits gelungen, Krebszellen mithilfe von hoch konzentrierten Cannabis-Vollspektrum-Extrakten auszulöschen. Dies geschieht über die natürliche Fähigkeit der Zelle, sich selbst zu zerstören, wenn sie mutiert. Cannabis gibt der Zelle diese Fähigkeit wieder.

Was sind Terpene?

Unter dem Wort „Terpene“ versteht man einen Duftstoff, der in vielen Pflanzen, Obst und Gemüse vorkommt. Es handelt sich dabei um die Stoffe, die maßgeblich für den Geruch einer Frucht, Blume oder Pflanze verantwortlich sind. In Lavendel gibt es zum Beispiel das Terpen Linalool, das ihm seinen charakteristischen Duft gibt. Bei Zitronen ist es Limonene, bei Mangos Myrcene usw. Es gibt mehrere Terpene in Cannabis, wodurch es möglich ist, diese aus der Pflanze zu extrahieren. Normalerweise gibt es ein Terpen pro Frucht, bei Cannabis gibt es jedoch verschiedene Terpene, die in ihrer Kombination für den Geruch des Krauts sorgen.

Was sind Phytocannabinoide?

Phytocannabinoide sind Stoffe in der Cannabispflanze, die auf das Endocannabinoidsystem unseres Körpers Wirken. Die bekanntesten Cannabinoide sind THC, CBD und CBN und sie alle haben ein Potenzial in der Medizin.

Was bedeutet "Vollspektrum"?

Produkte, die mit einem Vollspektrum der Pflanze hergestellt werden, bezeichnet man als „Vollspektrum“-Produkt. Darin befindet sich ein Auszug aus der Cannabispflanze, der alle Cannabinoide und Terpene enthält, die in der Pflanze natürlich vorkommen. Das Gegenteil wäre eine Reinsubstanz, bei der nur ein Cannabinoid wie bspw. THC verwendet wird.

Was ist "synthetisches" Cannabis?

Unter synthetischem Cannabis versteht man eigentlich Cannabinoide, die im Labor hergestellt wurden. Das geht auf 2 Arten, entweder man nimmt eine Cannabispflanze und synthetisiert ein Cannabinoid wie bspw. THC, was beispielsweise bei Dronabinol gemacht wird, oder man synthetisiert Cannabinoide, die natürlich nicht existieren, chemisch aber sehr nahe an ihren natürlichen Verwandten sind und daher auch ähnlich wirken. Diese Substanzen sind nicht verboten, werden frei verkauft und führen leider immer wieder zu Todesfällen, weil sie komplett unberechenbar sind.

Was ist medizinisches Cannabis?

Unter medizinischem Cannabis versteht man generell 3 Dinge, die alle etwas anderes sind. Zum Ersten gibt es Cannabis, dass nur zur Einnahme als Medizin legal erhältlich ist. Zum anderen gibt es Cannabis-basierte Medizin, bei der einzelne Stoffe der Pflanze als Medizin angeboten werden, auch als Salbe, Creme etc. Letztlich gibt es noch CBD, der aus Nutzhanf gewonnen wird und auch oft als medizinisches Cannabis bezeichnet wird, auch wenn die ersten zwei Bezeichnungen viel treffender sind.

Was ist Dronabinol?

Dronabinol ist der Markenname von THC. Dem ehemals deutschen Unternehmen Bionorica gelang es schon vor Jahren, THC aus Cannabispflanzen zu synthetisieren und als Reinsubstanz zum zig-fachen Goldpreis an Patienten in ganz Europa zu verkaufen. Das Cannabis das dafür benötigt wird, wird übrigens in Österreich vom Staat angebaut und produziert. Dronabinol ist das beste Beispiel, um zu sehen, wie die Pharmabranche zu Cannabis steht. Die Natur wird verpönt, das laborgemachte Produkt wird patentiert, registriert und an Patienten verkauft.

Was ist Epidiolex?

Epidiolex ist der Markenname von CBD. Erst vor Kurzem gelang es dem britischen Pharmakonzern GW Pharmaceuticals, die Zulassung für den europäischen Markt zu erlangen. Epidiolex ist reines CBD Isolat mit 99,9% Reinheit und ist derzeit für die Behandlung von 2 seltenen Formen von kindlicher Epilepsie zugelassen.

Was ist Sativex?

Sativex ist ein Cannabis-Medizinal-Spray, der vom britischen Pharmakonzern GW Pharmaceuticals entwickelt wurde. Er beinhaltet THC und CBD in Reinsubstanz und wird zur Behandlung von Multipler Sklerose eingesetzt. Es ist als Medizin zugelassen und kann in der Apotheke gekauft werden.

Welchen Effekt hat Cannabis auf die Fahrtauglichkeit?

Die Beantwortung dieser Frage ist schwierig. Anders als bei Alkohol wird Cannabis im Körper nicht linear abgebaut. Das bedeutet, dass man auch lange nach einem Konsum noch Abbaustoffe im Körper hat, die einen Effekt auf die Fahrtauglichkeit haben KÖNNTEN. Dank der Prohibition gibt es nur eine Handvoll Studien zu diesem Thema und jede Studie kommt zu einem anderen Ergebnis. Fest steht, dass der Cannabisrauch die Fahrtauglichkeit beeinträchtigt. Es ist jedoch nicht klar, ob es universelle Grenzwerte gibt, die für den Großteil der Bevölkerung gelten können, so wie etwa bei Alkohol.
In vielen Ländern ist außerdem ein sehr niedriger Grenzwert im Straßenverkehrsrecht definiert, der Cannabiskonsumenten oft den Führerschein kostet, obwohl diese gar nicht aktiv beeinträchtigt fahren. Ein Joint am Vorabend reicht aus, um bei der Kontrolle am Mittag des Folgetages durchzufallen.

Was ist "Cannabis Flos"?

Dabei handelt es sich um den lateinischen und medizinisch korrekten Namen von Cannabisblüten. Werden diese als Medizin verschrieben, so wird einem Cannabis Flos verschrieben, während andere Patienten vielleicht nur ein Cannabis-basiertes Medikament bekommen. Die Blüten sind und bleiben die beste Medizin!

Ist Cannabis schädlich?

Cannabis ist per se nicht schädlich. Alles von der Pflanze, bis einschließlich der Wurzeln, kann gegessen oder verarbeitet werden. Die Samen sind sehr nahrhaft und auch die Blätter gelten als Superfood. Die Blüten enthalten im rohen Zustand keine berauschenden Substanzen. Einzig der Konsum von Cannabis zu Rauschzwecken kann schädlich sein, wenn er exzessiv, von Jugendlichen oder psychisch vorbelastet Individuen betrieben wird.

Wie wird Cannabis konsumiert?

Cannabis kann gegessen, geraucht, auf die Haut aufgetragen oder vaporisiert werden. Auch rektal kann man Cannabis konsumieren, da auch im Darm Cannabinoidrezeptoren zu finden sind. Cannabis kann einerseits als Nahrung gegessen, als Droge geraucht/vaporisiert, als Medizin auf die Haut geschmiert, oder als Zäpfchen eingeführt, werden.

Was sind Edibles?

Darunter versteht man essbare Cannabisprodukte (engl. edible= essbar). Dabei wird decaboxyiliertes Cannabis meist mit Fett vermischt, um dann daraus Teig herzustellen. Gerade in den legalen Staaten Amerikas wie etwa Colorado und Kalifornien gibt es eine Reihe an essbaren Cannabisprodukten, Beispiele sind Kekse, Schokolade, Brownies, Muffins uvm. Wichtig ist hier (noch mehr als bei den Cannabisblüten), wie viel THC in einem Edible steckt. Denn laut dem Gesundheitsministerium Colorado’s und Washingtons reichen 10mg THC als Höchstdosis für unerfahrene Cannabiskonsumenten aus. Es wird sogar empfohlen, mit der Hälfte anzufangen und erst nach 1,5-3 Stunden die andere Hälfte zu essen, um den Rausch besser kontrollieren zu können. Sobald der Edible (und damit das Cannabis) im Magen ist, wird es langsam über die Leber aufgenommen und ins Blut abgegeben. Der Rausch kommt langsam, die Wirkung hält jedoch lange an.

Was ist ein Joint?

Unter einem „Joint“ verstehen Cannabiskonsumenten eine selbst gedrehte Zigarette. In Amerika, wo der Begriff geprägt wurde, bezeichnet ein Joint nur eine pure Kräuterzigarette. In Europa jedoch bezeichnet ein Joint meist eine Mischzigarette aus Tabak und Cannabis.

Was ist ein Spliff?

Der Begriff „Spliff“ kommt ebenfalls aus Amerika und bezeichnet dort eine Mischzigarette aus Tabak und Cannabis. Das, was wir Europäer also als „Joint“ bezeichnen, ist in Amerika ein „Spliff“ (und wird übrigens nicht allzu gern gesehen. Die Amerikaner sind, was den Mischkonsum angeht, sehr skeptisch)

Was ist ein Grinder?

Als „Grinder“ bezeichnet man in der Cannabis-Community eine Kräutermühle aus Metall, Plastik oder Holz, mit der das Cannabiskraut klein gemahlen wird. Das klein gemahlene Kraut wird dann in Form von Joint, Spliff, Bong, Pfeife oder Vaporizer konsumiert. Es gibt Grinder mit 2, 3 Fächern oder sogar 4 Fächern, in denen es extra Kammern für das klein gemahlene Kraut und das aufgefangen Kief gibt. Ein Must-Have für jeden Cannabiskonsumenten.

Was ist Kief?

Unter diesem Begriff versteht man gemeinhin das gelbe Pulver, das sich in 3teiligen Grindern (im untersten Fach) oder am Boden eines Behälters manchmal sammelt. Es handelt sich dabei um die Trichome, die auf den Cannabisblüten wachsen und für den Rausch maßgeblich mitverantwortlich sind. In diesen Trichomen, aus denen sich der Kief zusammensetzt, sind Cannabinoide und Terpene in relativ hoher Konzentration enthalten. Wenn man den Kief presst oder knetet, bekommt man Hasch. Kief wird auch „Skuff“ genannt. Ein anderer gängiger Name ist „Pollen“, doch Achtung: Kief ist kein echter Pollen! Denn Pollen entsteht nur auf der männlichen Pflanze, die keine oder nur sehr wenig Trichome produziert.

Was ist eine Bong?

Unter einer „Bong“ versteht man eine Wasserpfeife, die speziell für den Cannabiskonsum entwickelt wurde. Die erste Version der Bong kommt aus Asien, wo junger Bambus abgehackt und dann luftdicht in der typischen Bongform zusammengesteckt wurde. Das Wasser, durch das der Cannabisrauch muss, filtert Schadstoffe und kühlt den Rauch, was das Raucherlebnis angenehmer und weniger kratzig macht, als bei einer Pfeife.

Was sind Cannabis-Konzentrate?

Unter „Konzentrat“ versteht man ein Cannabisprodukt, in dem die Cannabinoide von den Cannabisblüten getrennt wurden. Das einfachste Beispiel ist Haschisch, also Cannabispollen, der von der Blüte geschüttelt wird. Wenn man Lösungsmittel wie bspw. Butan, DMO oder Alkohol verwendet, kann man sogar noch reinere Konzentrate herstellen, die hohe Cannabinoidkonzentrationen aufweisen. Andere Namen für Konzentrate sind „Dabs“, „Shatter“, „Wax“, „Crumble“ etc.

Was sind "Dabs"?

Darunter versteht man in der Cannabisbranche sogenannte Cannabis-Konzentrate. Dabei werden die Cannabinoide wie THC und CBD von den Cannabisblüten getrennt und separiert, um die Konzentration der Cannabinoide im Endprodukt zu erhöhen. Durch Lösungsmittel, Hitze oder Druck gelingt es die Trichome, auf denen sich die meisten Cannabinoide befinden, von der Pflanze zu lösen. Übrig bleibt ein goldgelbes Konzentrat, das auch als „Dabs“ bezeichnet wird.

Kann man mit Cannabis backen?

Ja, Cannabis eignet sich hervorragend zum Backen. Einerseits kann man mit Hanfsamen jeden Teig verfeinern, andererseits kann man bis zu 10% des Mehlbedarfs mit Hanfmehl ersetzen und letztendlich gibt es auch noch die Welt der Cannabis Edibles. Dabei wird psychoaktives Cannabis verbacken, um einen langanhaltenden und intensiven Rausch zu erzeugen. Man muss nur auf die Backtemperatur achten, da Cannabinoide schon ab 157 Grad anfangen, sich zu verflüchtigen.

Kann man Cannabis essen?

Ja, Cannabis ist gänzlich essbare Pflanze. Man kann alles an der Pflanze, bis hin zu den Wurzeln, verspeisen ohne Schäden davonzutragen. Die Blätter sind reich an Nährstoffen und Eisen und die Blüten enthalten verschiedene Cannabinoide in nicht psychoaktiver Säureform und Terpene, die ebenfalls sehr gesundheitsförderlich auf den Körper wirken können. Auch die Samen sind sehr nahrhaft und enthalten Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren. Letztendlich gibt es noch Cannabis in Form von Edibles, bei denen psychoaktives Cannabis in Mehlspeisen verbacken wird, um einen lang anhaltenden Rausch auszulösen.

Kann man Hanfblätter essen?

Ja man kann Hanfblätter essen und es ist sogar sehr empfehlenswert. Hanfblätter enthalten verschiedene Mineralien, Vitamine und Ballaststoffe, die die Verdauung fördern und dem Körper guttun. Auch Eisen ist in Cannabisblättern enthalten und als Smoothie, Suppe, Tee oder Salat konsumiert stärken die Blätter die Abwehrkräfte.

Wie kann man Hanfblätter verwenden?

Hanfblätter sind gesund und können als Smoothie, Suppe, Tee oder Salat konsumiert werden. Besonders Smoothies mit anderem Gemüse oder Obst, gemischt mit Hanfsamen, ist eine gute Art, die Blätter zu konsumieren.

Wird man von Cannabistee High?

THC ist hydrophob, also nicht wasserlöslich. Das sagt schon alles, was man wissen muss. Es ist nicht möglich, von Cannabistee High zu werden, da das THC nicht im Tee gelöst werden kann. Es braucht fett, um THC zu transportieren. Wenn man also seinen Tee britisch mit einem Schuss Milch trinkt, ist es möglich, von Cannabistee High zu werden. Bei Hanftees aus Nutzhanf ist ein Rausch jedoch auf alle Fälle ausgeschlossen.

Was ist "Decarboxylierung"?

Dabei handelt es sich um einen chemischen Prozess innerhalb der Cannabispflanze, bei dem ein Kohlenstoffatom von der THC-Säure abgespalten wird. Durch diese De-Kohlenstoff-isierung, wird THC psychoaktiv und wirkt. Ohne diese Abspaltung bleibt das THC in Säureform THC-a, welches nicht psychoaktiv ist.
Beim Rauchen geschieht die Decarboxylierung sehr schnell, beim Backen dauert es bis zu einer Stunde, bis die Decarboxylierung fertig ist. Gerade beim Backen ist die Decarboxilierung unerlässlich, um einen wirksamen Kuchen zu erhalten.

Ist Cannabis bei übermäßigem Konsum tödlich?

Es ist nicht möglich, an Cannabis zu sterben! Es gibt eine theoretisch ermittelte Menge, bei der THC toxisch wird, doch diese Menge liegt weit, weit außerhalb des Rauchbaren. Auch an den Samen und den Blättern kann man nicht durch Konsum sterben, da sie nicht toxisch sind. Wenn Cannabis über längere Zeit als Blüten oder in Form von Konzentraten geraucht wird, ist es möglich, dass negative Effekte beim Konsumenten auftreten. Aber das ist sehr von der jeweiligen Person abhängig und es gibt zu wenig Studien in dem Bereich für genaue Erkenntnisse. Tödlich ist der Konsum allerdings niemals!

Warum ist Cannabis illegal?

Anfang des 20. Jahrhundert führten wirtschaftliche, rassistische und egoistische Motive einiger weniger zur flächendeckenden Prohibition von Cannabis. Harry Anslinger in Amerika, die Genfer Drogenkonvention in Europa und schließlich 1961 die UN ,unter Anleitung der USA, beschlossen nach und nach harte Strafen für den Umgang mit Cannabis und begannen damit den „War on Drugs“.

Wieso Cannabis legalisieren?

Bei einer Prohibition kommen alle Menschen zu Schaden. Jugendliche werden nicht geschützt und nicht richtig aufgeklärt, Präventionsmaßnahmen sind nicht vorhanden, Schadensminimierung ist nicht vorgesehen. Cannabis ist eine Pflanze, die überall wächst, und es gibt einfach nicht genug Beamte, um jeden einzelnen Menschen auf der Welt zu überwachen. Cannabis ist ein Kontrolldelikt, das nur zu Strafen führt, wenn danach gesucht wird, erzielt aber nicht sein Ziel bei der Reduktion der Cannabiskonsumenten. Durch eine Legalisierung und Regulierung würde ein neuer Markt geöffnet, in dem legal gearbeitet wird, Steuer gezahlt werden und bei dem es einen funktionierenden Jugendschutz gibt. Die Prohibition hat versagt.

Was bedeutet "Prohibition"?

Unter der Prohibition versteht man das Verbot einer Substanz mit der harschen Verfolgung derjenigen, die sich nicht an das Verbot halten. Historisch hat die Prohibition noch nie funktioniert. Die amerikanische Alkoholprohibition mitsamt Al Capone und dem florierenden Schwarzmarkt, ist das beste Beispiel dafür. Die Menschen konsumieren weiter und es ist einfach nicht möglich, alle zu kontrollieren. So wächst der Schwarzmarkt, wird immer profitabler und damit immer mehr umkämpft. Gangs und Mafiaclans scheren sich nicht um die Grenzen und Regeln, die von Regierungen aufgestellt werden. Sie kämpfen um die Vorherrschaft auf dem Markt, teilweise mit allen Mitteln.

Was bedeutet "Legalisierung" von Cannabis?

Unter einer Legalisierung versteht man die Freigabe von Cannabis zu Freizeit- und medizinischen Zwecken. In einem legalisierten Markt gibt es legale Verkaufsstellen, Produzenten, Verarbeiter und Käufer. In Kanada, Uruguay und Teilen Amerikas hat bereits eine solche Legalisierung stattgefunden.

Was bedeutet "Regulierung"?

Unter einer Regulierung versteht man, dass ein regulierter Markt für Cannabis geschaffen wird. In Washington DC wurde Cannabis bspw. Legalisiert aber nicht reguliert, wodurch es jetzt nur möglich ist, Cannabis zu verschenken. Es ist nicht erlaubt, Cannabis zu verkaufen oder zu kaufen, nur das Schenken ist erlaubt. Das hilft nur dem Schwarzmarkt und nicht den Konsumenten. Eine Regulierung definiert die legalen Abgabestellen, Verkaufsnetzwerke und Regeln für den Handel mit Cannabis.

Was bedeutet "Entkriminalisierung" von Cannabis?

Unter einer „Entkriminalisierung“ versteht man das Straffrei-Stellen einer gewissen Menge Cannabis. Der Besitz einer solchen Menge führt also nicht länger zu einer Anzeige, sondern nur zu einem Strafzettel oder Ordnungsgeld. Eine Entkriminalisierung ist im Einklang mit dem Einheitsabkommen über die Betäubungsmittel von 1961. Portugal, Kolumbien, Tschechien und andere Länder haben bereits eine solche Strategie gewählt.

Wo ist Cannabis legal?

Das kommt auf die Definition an. Komplett legal ist Cannabis derzeit nur in Kanada, Uruguay, und einzelnen Staaten Amerikas. Medizinisch sieht es anders aus, medizinisches Cannabis ist bereits in fast allen Staaten Europas und beinahe ganz Amerika in irgendeiner Art legal erhältlich. Die Legalisierungswelle rollt jedoch über diese Erde und bald wird Cannabis öfter legal als illegal sein.

Wo ist Cannabis illegal?

In beinahe allen Teilen der Welt, außer Uruguay, Kanada und einigen Staaten der USA. Dank dem UN-Einheitsabkommen von 1961 ist es den Vertragsstaaten nämlich verboten, Cannabis zu legalisieren. Uruguay und Kanada haben sich jedoch durch dieses veraltete Regelwerk nicht abhalten lassen und wir sind sicher, dass Cannabis bald öfter legal als illegal ist.

Welche internationalen Verträge sind für das Cannabisverbot verantwortlich?

Es kam bereits Anfang des 20. Jahrhunderts zu der sogenannten Genfer Opiumkonferenz, bei der die anwesenden Staaten eine Kontrolle der Herstellung verschiedener Drogen beschlossen. 1961 trat schließlich ein neues Abkommen in Kraft, das Einheitsabkommen über die Betäubungsmittel, das Cannabis auf eine Stufe mit Heroin stellt und die Legalisierung untersagt. Das Einheitsabkommen aus 1961 ist DER Grund, warum nicht schon viel mehr Staaten legalisiert haben.

Was ist die CND?

Die „Commission on Narcotic Drugs“ ist ein Komitee, das sich mit der internationalen Drogenpolitik beschäftigt. Sie trifft sich 2 Mal im Jahr in Wien und berät dort, welche Strategien man für Drogen versuchen könnte. Derzeit beratschlagt sie über die Empfehlung zur Rekategorisierung von Cannabis in eine andere Kategorie als Heroin. Leider haben dort Fakten noch nicht unbedingt ihren Einzug gehalten.

Was ist die genfer Opiumkonferenz?

Auf der ersten Opiumkonferenz in Den Haag wurde 1909 von den anwesenden Staaten beschlossen, sich bestmöglich zu bemühen, sowohl alle Personen, die Morphin und Kokain und entsprechende Produkte produzieren, verkaufen oder im- und exportieren, als auch entsprechende Produktionsstätten und Umsatzplätze streng zu kontrollieren. In der zweiten Opiumkonferenz in Genf wurden Heroin, Kokain und Cannabis komplett verboten.

Wie kann Cannabis legal abgegeben werden?

Cannabis wird bereits heute straffreiabgegeben, und zwar über:

  • Dispensaries in Amerika
    Nur in einigen Staaten der USA, medizinisch in weit mehr Staaten als es zum Freizeitgebrauch der Fall ist.

  • Apotheken in Deutschland und Uruguay
    Nur zu medizinischen Zwecken

  • Coffeeshops in Amsterdam
    Pilotprojekte der Regierung und „Geduldet“ in Coffeeshops (Siehe unsere Beiträge zu dem Coffeeshop Modell)

  • Cannabis Social Clubs in Spanien
    Ebenfalls nur durch ein rechtliches Schlupfloch möglich.

  • (online) Handel in Kanada
    Seit 2018 ist Cannabis in Kanada legal. Man kann seither Cannabis in Shops oder übers Internet ganz legal erwerben.

    Es ist wichtig, zwischen dem Status „legal“ und „straffrei“ zu unterscheiden. In Spanien und den Niederlanden ist Cannabis NICHT legal, sondern lediglich geduldet oder durch rechtliche Ausnahmen möglich.

Was ist ein Coffeeshop?

In den Niederlanden ist Cannabis seit den 1970er Jahren keine verfolgte Substanz mehr und wird von der Polizei und Regierung geduldet. Es ist also geduldet, bis zu 5 Gramm Cannabis in einem dafür vorgesehenen Etablissements zu kaufen: den Coffeeshops. In den Coffeeshops gibt es Getränke, Kaffee und Tee, teilweise kleine Snacks und natürlich ein Menü mit einer feinen Auswahl an Cannabisblüten und Haschisch. Die Blüten können vor Ort konsumiert oder mitgenommen werden.

Was ist ein Cannabis Social Club?

In Spanien gibt es ebenfalls ein rechtliches Schlupfloch, das es Cannabiskonsumenten erlaubt, Cannabis für den privaten Gebrauch anzubauen. In Cannabis Social Clubs schließen sich mehrere Konsumenten zusammen, growen gemeinsam und konsumieren dann gemeinsam ihr Cannabis im Vereinslokal. In Städten wie Barcelona ist die Cannabis Social Clubs Kultur sehr stark vertreten.

Was ist eine "Dispensary"?

In Amerika haben bereits mehr als 10 Staaten Cannabis zu Genusszwecken legalisiert. In diesen Staaten gibt es meist legale Abgabestellen, die „Dispensary,“ genannt werden (engl. Dispense= ausgeben). In ihnen ist es Personen über 21 Jahren erlaubt, Cannabisprodukte zu kaufen. Amerikaner dürfen bis zu 28 Gramm Cannabiskraut auf einmal kaufen, Ausländer „nur“ 7 Gramm. Verkauft werden hier Blüten, Hasch, Edibles, Getränke, Cremes und vieles mehr.

Wie funktioniert die Abgabe über Apotheken?

Hier gilt es zu unterscheiden in:

  • Cannabis-basierte Medizin
  • Cannabisblüten

In Uruguay und Deutschland wird medizinische Cannabisblüten (Cannabis Flos) an Patienten abgegeben. In Uruguay darf sich jeder Erwachsene 1x pro Woche 10g Cannabis abholen, in Deutschland dürfen dies nur Patienten mit entsprechendem Rezept.
Cannabis-basierte Medizin ist in weiten Teilen der Welt bereits zugelassen und kann vom Arzt verschrieben werden. Beispiele sind hier Dronabinol, Sativex und Epidiolex.

Sind Cannabissamen legal?

Ja, Cannabissamen sind legal. Samen von Cannabis in Form von Hanf sind als Nahrung frei verkäuflich und zählen zu den Superfoods. Cannabis Samen zu Aufzuchtzwecken sind innerhalb der EU ebenfalls erlaubt und dürfen frei gehandelt werden. Es ist jedoch in einigen Ländern verboten, Cannabissamen zu Aufzuchtzwecken zu besitzen. Der Unterschied ist einfach erklärt: Hanfsamen kosten für 100g knapp 2,5€; Cannabissamen für Aufzuchtzwecken kosten pro 10 Samen 50-100 Euro.

Was sagt das Gesetz zu Cannabis?

In weiten Teilen der Welt hängt das Gesetz unmittelbar am Einheitsabkommen über die Betäubungsmittel von 1961. Dieses internationale Abkommen besagt, dass Cannabis nicht legalisiert werden darf, keinen medizinischen nutzen besitzt und ein hohes Potenzial für Missbrauch birgt. Lediglich die Ausgestaltung im nationalen Suchtmittelgesetz ist den Staaten erlaubt, sie dürfen also selbst bestimmen, wie hart sie Cannabisdelikte ahnden und bestrafen sollen. So ist in einigen Ländern der Welt eine Entkriminalisierung erfolgt, die es Cannabiskonsumenten erlaubt, bis zu X Gramm straffrei mitzuführen. Cannabis ist weiterhin illegal, wird auch abgenommen, sollte es bei einer Kontrolle auffallen, doch es folgt keine Anzeige mehr, lediglich ein Ordnungsgeld.

Was ist "Hemp for Victory"?

Dabei handelt es sich um einen 1942 vom U.S. Kriegsministerium in Auftrag gegebenen Dokumentarfilm, mit dem der Bevölkerung die Geschichte und die Bedeutung von Hanf als Rohstoff gezeigt wurde. Das Ziel der USA war es, den heimischen Hanfanbau zu fördern. Grund dafür war der Engpass an Hanffasern, der durch die japanische Besetzung Chinas ausgelöst wurde. Im 2. Weltkrieg verließ sich die Marine und die US Navy auf die starken und robusten Hanffasern für Taue, Seile und Uniformen.

Was ist das "I.N.D Program"?

Das Investigative New Drugs Program ist ein Programm der US-Regierung. Es wurde Anfang der 1980er Jahre gegründet und hatte den einzigen Zweck rund ein Dutzend Cannabispatienten mit staatlichen Cannabis zu versorgen. Die Patienten hatten die USA verklagt, da ihnen der Zugang zu einer, ihnen helfenden, Medizin verwehrt wurde. Sie gewannen, woraufhin das „I.N.D Program“ ins Leben gerufen wurde, um diese Patienten staatlich zu versorgen. Und das, obwohl Cannabis offiziell in den USA als Kategorie 1 Droge kein therapeutischer Nutzen zugesprochen wird.

Was bedeutet "Schedule 1"?

Dabei handelt es sich um die Kategorie, in der Cannabis in internationalen Verträgen der UN gelistet ist. Es gibt insgesamt 4 Kategorien, Schedule I-IV, die Drogen aufzählen und je nach Schädlichkeit und medizinischem Nutzen einstufen. Diese Beschränkungen nehmen von Schedule I bis Schedule III ab. Schedule IV bildet eine Teilmenge von Schedule I und nimmt einen Sonderstatus ein, denn die in ihr aufgeführten Substanzen sind generell nicht verkehrsfähig! Cannabis ist in genau diesen 2 Schedules (I&IV) und damit am strengsten kontrolliert.

Welche Empfehlung gibt die WHO zu Cannabis ab?

Die WHO hat vor einigen Jahren mit einer Neuevaluierung von Cannabis begonnen und hat Anfang 2019 ihre Empfehlung ausgesprochen. Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation schickte ein Schreiben an den Generalsekretär der Vereinten Nationen, in dem er unter anderem empfahl, Cannabis und damit verbundene Stoffe im Rahmen der internationalen Drogenkontrolle neu zu planen. Die Änderungen seien zeitgemäß und notwendig, um den Zugang zu diesen Stoffen für medizinische und wissenschaftliche Zwecke zu erleichtern.

http://www.emcdda.europa.eu/news/2019/who-recommends-rescheduling-of-cannabis_en

Welche Rolle spielen die Hippies für Cannabis?

In den 60er Jahren des 20. Jahrhundert gründete sich eine friedliche Alternativgruppierung, die weltweit als „Hippie-Bewegung“ bekannt wurde. Diese Bewegung wurde vor allem auch für ihren Cannabiskonsum bekannt, der irgendwann fest mit den „Hippies“ in Verbindung gebracht wurde. Besonders in Kalifornien gab es in den 70er Jahren viele Hippies, die in kleinen Kommunen zusammen lebten. Durch Reisen nach Asien und in andere Regionen, in denen Cannabis historisch wuchs, gelang es ihnen, Samen nach Amerika zu bringen, um diese dort zu selektieren und kreuzen. Dasselbe geschah in Europa, wodurch sich bald ein reger Schwarzmarkt für Cannabis entwickelte. Man könnte sagen, ohne die Hippies hätten wir heute nicht die Cannabiskultur, die wir haben.

Ist Cannabis in den Niederlanden legal?

Nein, Cannabis ist in den Niederlanden als weiche Droge eingestuft und wird daher geduldet. Coffeeshops dürfen straffrei bis zu 5g verkaufen, Cannabiskonsum wird nicht geahndet. Doch: die Hintertür ist illegal, was heißt, dass sämtliches verkauftes Cannabis im Coffeeshop illegal angekauft werden muss. Um immer genug vorrätig zu haben, müssen Coffeeshopbesitzer illegal einkaufen und stets das Gesetz brechen.

Was ist die EU-Nutzhanfsortenliste?

Innerhalb der EU gibt es eine, von der EU geführte, Sortenliste für Nutzhanf. Das ist die sogenannte EU-Nutzhanfsortenliste und Bauern bekommen nur eine Agrarförderung, wenn sie Sorten aus dieser Liste anbauen. Diese Sorten sind garantiert unter 0,2% THC, was wichtig ist, da die legale Grenze für THC in Europa bei 0,2% THC liegt. Ist eine Nutzhanfpflanze über diesem Wert, ist sie Suchtgift und muss eigentlich entsorgt werden. Der Prozess, um eine Sorte in diese Liste aufzunehmen, ist lang und steinig, da der Prozess bis zu 2 Jahre dauert. Nur Landwirte können bei der EU Sorten aus dieser Liste bestellen.

Was ist "Reefer Madness"?

Dabei handelt es sich um eine Reihe von Dokumentarfilmen, die als Propaganda vonseiten der USA gedreht und veröffentlicht wurden. Im Jahr 1937 kam der Film „Reefer Madness“ ins Kino, in dem in knapp einer Stunde zu sehen war, wie Cannabis auf Konsumenten wirkt. Natürlich ist es Propaganda und damit in keiner Weise glaubhaft, doch der Film verfehlte damals keinesfalls sein Ziel: Die Bevölkerung hatte plötzlich Angst vor dieser neuen Droge, die ganze Familien verrückt werden ließ und junge Menschen in den Wahnsinn trieb. Es folgten weitere solcher Filme und wenig später folgte ein Gesetz, das Marihuana endgültig verbot. Dank der „Reefer Madness“ war die Angst geschürt und es gab einen neuen Feind, den die USA bekämpfen konnte.

Die Zahl beruft sich auf eine Studie, bei der gemessen wurde, welche Wirkung von einer geringen Menge THC auf den Körper ausgeht, wenn sie im Rahmen von Nutzhanfprodukten aufgenommen wird. Bei einem Wert von weniger als diesen genannten 0,2% bzw. 0,3% geht es also um die Sicherheit der Konsumenten. Es ist zwar nicht möglich, von diesen Produkten berauscht zu werden, doch die Agenturen für Gesundheit geben trotzdem darauf Acht, dass niemand zu viel des, aus ihrer Sicht schädlichen, THCs aufnimmt. Eine dünne Lösung. In der Schweiz gibt es eine Grenze von 1% THC, es funktioniert dort alles wunderbar, es gibt keine Probleme. Aber die EU weiß es besser, deshalb 0,2% bzw. 0,3%.

Wie viele Arten von Cannabis gibt es?

Die Antwort ist 2-3. Je nachdem, ob man Cannabis Indica zählt oder nicht, gibt es Cannabis Sativa, Cannabis Indica und Cannabis Ruderalis. Nutzhanf zählt zu Cannabis Sativa und ist genetisch gleich wie Cannabis, nur, dass er nicht so viel THC produziert.

Was ist ein "Strain"?

Unter „Strain“ versteht man eine „Sorte“, also eine spezielle Cannabissorte, die einzigartig und anders als die anderen ist. Sehr bekannte Strains sind beispielsweise Jack Herer, Big Bud, Super Silver Haze, usw. Eigentlich ist diese Bezeichnung jedoch falsch, da es sich nicht um „Sorten“ handelt, sondern um Cultivars/Chemovars, also Pflanzen, die je nach Umgebung anders wachsen.

Was ist ein "Steckling"?

Ein „Steckling“ ist eine Pflanze, die aus einem der Seitenäste einer anderen Pflanze gewachsen ist. Durch das korrekte Abschneiden des Triebs und anschließendem Einsetzen in ein Wurzelmedium wird erreicht, dass der Trieb wurzelt und selbst zu einer großen Pflanze wird. Stecklinge haben immer das selbe genetische Material wie ihre Mütter, wodurch sie gleich wachsen wie sie. Mit Stecklingen ist es also möglich, immer gleich wachsende Pflanzen zu ziehen, die immer die identen Werte liefern werden.

Was ist ein "Sämling"?

Anders als ein Steckling, bei dem ein Seitentrieb abgeschnitten wird, um dann zu wurzeln, handelt es sich bei einem Sämling um eine Pflanze, die aus einem Samen keimt. Im Samen einer Pflanze ist das genetische Material der Mutter und des Vaters der Pflanze enthalten und sie wachsen immer in einer natürlichen Christbaum-Form. Ein Haupttrieb bahnt sich seinen Weg nach oben, während einige kleine Seitentriebe von unten nach oben wachsen. Samenpflanzen wachsen, je nach Genetik, unterschiedlich schnell, buschig und breit. Bei Samen kommt es oft zu unterschiedlichen Geno- und Phänotypen.

Was ist eine "Automatik"-Pflanze?

Cannabis Ruderalis ist eine Cannabisart, die unabhängig von der Tageslänge zu blühen beginnt und innerhalb von 80-90 Tagen nach Keimung des Samens erntereif ist. Sie ist sehr robust und fängt „automatisch“ an zu blühen, daher auch der Name „Automatik“ Pflanze. Es handelt sich dabei um eine Unterart der Pflanze Cannabis. Sie wuchs historisch in den kalten Gegenden Russlands, wo die Sommer kalt und kurz waren und musste sich daher genetisch an ihre Umgebung anpassen.

Was sind "Nodien/Internodien"?
Beides sind botanische Ausdrücke, die beim Anbau von Cannabis von Vorteil sind. Einfach ausgedrückt, sind die „Nodien“ oder „Nodi“ der Schnittpunkt bzw. die Verbindung zwischen Zweigen und  Hauptstamm bzw. zwischen einem Zweig und neuen Seitentrieben.
Ein Internodium ist einfach der Abstand zwischen zwei Nodi.
Was ist "die lustige kleine Hanffibel"?

Dabei handelt es sich um ein kleines gebundenes Buch, das in Reimen geschrieben den Anbau und die Verarbeitung der Hanfpflanze zeigte und erklärte. Es war wie eine deutsche Gute-Nacht-Geschichte geschrieben, um es auch den Kindern leicht zu machen, den Anbau zu verstehen. Das Buch wurde im Hitlerdeutschland des 2. Weltkriegs veröffentlicht und war Propaganda vom feinsten: Während Cannabiskonsum verboten war, wurde der Hanfanbau forciert, um Kriegsressourcen herzustellen.

Was ist ein Genotyp?

Keine 2 Samen sind gleich, so wie auch keine 2 Menschen komplett gleich sind. Bei Cannabispflanzen ist das nichts anderes. Wenn man Samen einer bestimmten Sorte kauft, bekommt man nie genetische Kopien dieser Sorte, sondern immer nur „Familienmitglieder“, die sich einen großen Teil der Genetik mit dem Original Strain und Tausenden von Geschwistern teilen, aber keine identischen Kopien sind. Der Genotyp dieser Samen ist in der Regel beinahe identisch, hat aber immer noch Unterschiede (vergleichbar mit zweieiigen Zwillingen). Das ist der Hauptgrund, warum jede Samenpflanze geringe Variationen in Bezug auf Pflanzenhöhe, Ertrag, Geschmack usw. aufweist.

Was ist Phytomining?

Beim Phytomining geht es um das Bergen von Edelmetallen und anderen Stoffen mithilfe von Pflanzen. Cannabis ist eine Pflanze, die sich sehr gut zum Phytomining eignet, da sie schnell wächst und tief wurzelt. So kann mithilfe von Hanf z.b.Cadmium aus Böden gezogen werden.

Welchen Unterschied gibt es zwischen der männlichen und weiblichen Pflanze?

Die weiblichen Cannabispflanzen produzieren Blüten, in denen Blütenkelche und Trichome wachsen. Männliche Cannabispflanzen bilden stattdessen Pollensäcke, in denen Pollen heranreifen. Wenn weibliche Blüten bestäubt werden, produziert die Pflanze kleine Samen, die essbar und sehr nahrhaft sind. Unbestäubt bilden stattdessen „Sinsemilla“ Blüten mit glitzernden Trichomen. In den Trichomen sind die – für Cannabis typischen – Cannabinoide in konzentrierter Form enthalten. Wenn weibliche Blüten bestäubt werden, produziert die Pflanze kleine Samen, die essbar und sehr nahrhaft sind.

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