Konsumarten von Cannabis: Topicals

Dez 3, 2019 | Gesundheit

Wir von CultureSativa haben bereits in mehreren Beiträgen erwähnt, dass Cannabis bei Weitem nicht nur geraucht wird/werden kann. Im Gegenteil, genauso wie das Nutzspektrum der Pflanze ist auch das Gebiet der Konsumarten sehr weitläufig. Auch wenn es stimmen mag, dass Cannabis weltweit noch immer am häufigsten geraucht wird, sind auch andere Anwendungsformen stark im Kommen. Man kann das Kraut nämlich nicht nur rauchen, um dann einen Rausch zu spüren, sondern es auch auf andere Arten benutzen! Gerade wenn es um Cannabis als Medizin geht, ist es wichtig, verschiedene Formen von Cannabis unterschiedlich anzuwenden, um den bestmöglichen Erfolg zu erzielen. Kein Cannabispatient sollte Cannabis mit Tabak mischen oder es rauchen, da diese Angewohnheit einfach ungesund ist. Echte Krankheiten werden daher anders behandelt: mit Vaporizer, Topicals und Tinkturen. In diesem Blogbeitrag geht es speziell um die Anwendung von Cannabis in Topicals (zu deutsch Salben) mit denen man Cannabinoide über die Haut aufnimmt. 

Topicals – Cannabis und die Haut

Wie oben bereits erwähnt ist einer der Vorteile einer Cannabiscreme, dass man sie direkt auf betroffene Stellen wie bspw. schmerzende Stellen auftragen kann. Gerade im Bereich der Schmerztherapie wie beispielsweise bei Muskelschmerzen, Nervenschmerzen und Knochenschmerzen schwören viele Anwender auf ihre Cannabissalben. Patientenberichte aus aller Welt erzählen über einen erfolgreichen Einsatz solcher, teils selbst hergestellter, Cremes bei diversen Leiden. Auch wenn die Cannabiscreme keine Heilung verspricht, wird von Anwendern doch oft eine Linderung der Symptome beschrieben, und da Cannabis über die Haut aufgenommen nur wenig psychoaktiv ist, zählen Cannabis-Topicals zu den rauschfreien Anwendungsarten von Cannabis. Auch bei Hautkrankheiten dann Cannabis hilfreich sein, besonders wenn die Creme aus hautfreundlichen Inhaltsstoffen wie Kokosfett, Shea oder Mangobutter besteht. Es braucht aber, wie bei so vielen anderen Krankheiten, noch wesentlich mehr Forschung, um die Wirkung der Cannabismedizin genauer zu erforschen und zu verstehen. 

Wie wirkt Cannabis über die Haut? 

Dank unserem eigenen Endocannabinoidsystem haben wir Cannabinoidrezeptoren auf unserem ganzen Körper, so auch auf der Haut. Diese Cannabinoidrezeptoren sind wie geschaffen für THC und CBD und aktivieren durch die Aufnahme dieser Cannabinoide körpereigene Systeme wie beispielsweise unser Immunsystem. Bei Cannabiscremes werden die CB-Rezeptoren auf der Haut aktiviert,  die Salbe zieht in die tieferen Schichten der Haut ein und gelangt so ins Blut. Eine Wirkung tritt meist innerhalb weniger Minuten auf und hält bis zu mehreren Stunden an. 

Vielversprechend als günstige, nebenwirkungsarme Medizin? 

Viele Leute profitieren von diesen Salben, da sie kostengünstig sind, selbst hergestellt werden können und organisch und, falls gewünscht, 100% Bio, sind. Die Herstellung ist wirklich einfach, man muss lediglich ein Öl wie beispielsweise Mandel/Kokos/Olivenöl mit Cannabis vermischen und dieses dann mit Mango/Shea/Kakaobutter vermischen. Keine Hexerei, aber teils sehr effektiv, wie in zahlreichen Foren berichtet wird. In professionellen Topicals/Salben ist natürlich eine genaue Angabe der Inhaltsstoffe enthalten, bis hin zu Cannabinoiden und Terpenen, um genauer feststellen zu können, wie stark eine Salbe ist. So wird die Schmerzcreme aus der Küche, durch ein Labor ergänzt, zu einem sehr effektiven und berechenbaren Naturmedikament. Doch in Europa gibt es wenig legale Möglichkeiten, solche Salben herzustellen. Alleine der Akt der Herstellung in der Küche wird viel zu oft als „Herstellung von Suchtgift“ gewertet, vom Material das verwendet wird Mal ganz abgesehen. In Amerika, wo beinahe alle Staaten Cannabis als Medizin bereits freigegeben haben, gibt es einen wachsenden Markt für Topicals, da Patienten die Wirkung der Salbe mehr und mehr zu schätzen wissen. Ein legaler Markt bringt getestete, standardisierte Produkte, die reproduzierbar sind. Auch hier sehen wir, wieder einmal, dass eine Legalisierung zu sichereren Produkten führt.